Skat Spielregeln
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Skat Spielregeln
um Skat online bei livegames.de zu spielen. Die
Skat Spielregen
richten sich nach internationelen Skat Spielregeln.
Falls Ihr Euch über Skat und die Skat Spielregeln
austauschen wollt: ab in den Skat Spielregeln Chat bei Livegames.de.
Die Skat Spielregeln:
Internationale Skatordnung - (Skat Spielregeln)
Skat Spielregeln
Skat Spielregeln 1.2 Die Skatkarte
Skat Spielregeln 1.2.1 Die Skatkarte besteht aus 32 Einzelkarten in vier
Farben zu je
acht Karten. Die Farben in ihrer Rangfolge sind Kreuz (Eicheln), Pik
(Grün), Herz (Rot) und Karo (Schellen).
Skat Spielregeln 1.2.2 Jede Farbe hat folgende Karten mit nachstehendem
Zählwert:
1. Ass (Daus) 11 Augen
2. Zehn 10 Augen
3. König 4 Augen
4. Dame (Ober) 3 Augen
5. Bube (Unter) 2 Augen
6.-8. Neun, Acht, Sieben 0 Augen
Skat Spielregeln Die Skatkarte zählt demnach 120 Augen
Skat Spielregeln 2 Spielgrundlagen
Skat Spielregeln 2.1 Spielmöglichkeiten
Skat Spielregeln 2.1.1 Es gibt Spiele mit Skataufnahme und Spiele ohne
Skataufnahme
(Handspiele). In beiden Spielklassen unterscheidet man zwischen den
drei Gattungen Farbspiele, Grandspiele und Nullspiele.
Skat Spielregeln 2.1.2 Die möglichen Spiele sind wie folgt eingeteilt:
+--------------+----------------------+----------------------------+
|Spielklasse | Spielklasse I | Spielklasse II |
|Spielgattung | Spiele mit | Spiele ohne |
| | Skataufnahme | Skataufnahme (Handspiele)|
+--------------+----------------------+--------------+-------------+
|Farbspiele | Karo | Karo Hand | Karo ouvert |
| | Herz | Herz Hand | Karo ouvert |
| | Pik | Pik Hand | Pik ouvert |
| | Kreuz | Kreuz Hand | Kreuz ouvert|
+--------------+----------------------+--------------+-------------+
|Grandspiele | Grand | Grand Hand | Grand ouvert|
+--------------+------------+---------+--------------+-------------+
|Nullspiele | Null | Null | Null Hand | Null ouvert|
| | | ouvert | | Hand |
+--------------+------------+---------+--------------+-------------+
|(ouvert=offen)| 6 | 1 | 6 | 6 |
+--------------+------------+---------+--------------+-------------+
Skat Spielregeln 2.2 Bedingungen der Spielklassen
Skat Spielregeln 2.2.1 Der Skat steht in allen Fällen dem Alleinspieler
zu.
Skat Spielregeln 2.2.2 Bei den Spielen mit Skataufnahme nimmt der Alleinspieler
den
Skat auf und legt anschließend zwei beliebige Karten wieder in den
Skat, d.h. drückt sie. Danach sagt er das Spiel an.
Skat Spielregeln 2.2.3 Bei den Handspielen bleibt der Skat unbesehen liegen.
Es stehen
für die Spielansage nur die zehn Handkarten zur Verfügung.
Skat Spielregeln 2.2.4 Der Alleinspieler bestimmt zu einer der beiden
Spielklassen eine
Farbe als Trumpf oder wählt zwischen Grandspiel und Nullspiel.
Skat Spielregeln 2.2.5 Bei offenen Spielen hat der Alleinspieler noch
vor dem ersten
Ausspielen (Anspielen) seine zehn Handkarten aufzulegen. Geschieht das
nicht, hat ihn die Gegenpartei dazu aufzufordern. Die Karten müssen
deutlich sichtbar, nach Farben gruppiert und in Folge geordnet sein.
Ist das nicht der Fall, darf die Gegenpartei die Kartenanordnung
korrigieren.
Skat Spielregeln 2.3 Bedeutung der Karten
Skat Spielregeln 2.3.1 Bei den Farbspielen ist immer eine Farbe Trumpf.
Die anderen
Farben sind dann untereinander im Rang gleich.
Skat Spielregeln 2.3.2 Die höchsten Trümpfe eines Farbspiels sind die
Buben in der
Rangfolge der Farben (siehe 1.2.1). Ihnen folgen die sieben Karten
der Trumpffarbe nach dem Zählwert ihrer Augen (siehe 1.2.2).
Skat Spielregeln 2.3.3 Bei den Grandspielen sind nur die Buben in der
Rangfolge ihrer
Farben Trumpf.
Skat Spielregeln 2.3.4 Bei den Nullspielen gelten auch die Buben als Farbe.
Die
veränderte Reihenfolge lautet hier: Ass, König, Dame, Bube und erst
dann die Zehn vor Neun, Acht, Sieben.
Skat Spielregeln 2.4 Spitzen
Skat Spielregeln 2.4.1 Trümpfe in ununterbrochener Reihenfolge vom Kreuz-Buben
an
heißen Spitzen.
Skat Spielregeln 2.4.2 Hat der Alleinspieler einschließlich der beiden
Karten im Skat
den Kreuz-Buben selbst, zählen seine vorhandenen Spitzen; er spielt
mit Spitzen. Besitzt er ihn nicht, kommen seine fehlenden Spitzen in
Betracht; er spielt ohne Spitzen.
Skat Spielregeln 2.4.3 Farbspiele sind höchstens mit oder ohne elf Spitzen
(vier Buben
und siebenmal Trumpffarbe) möglich, Grandspiele höchstens mit oder
ohne vier Spitzen (vier Buben).
Skat Spielregeln 3 Spieleinleitung
Skat Spielregeln 3.1 Bestimmung der Plätze
Skat Spielregeln 3.1.1 Die Reihenfolge der Mitspieler wird ausgelost oder
gesetzt. Der
erste wählt seinen Platz, die anderen schließen sich in
Uhrzeigerrichtung an.
Skat Spielregeln 3.1.2 Ein neuer Mitspieler darf nur hinzukommen, wenn
damit alle
einverstanden sind und eine neue Runde beginnt. Falls er nicht einen
ausscheidenden Mitspieler ersetzt, muss er sich rechts vom ersten
einreihen.
Skat Spielregeln 3.2 Geben der Karten
Skat Spielregeln 3.2.1 Mit dem Geben der Karten beginnt der Mitspieler
auf Platz 1; er
gibt an. Sein rechter Nachbar muss stets das letzte Spiel der Runde
geben; er gibt ab.
Skat Spielregeln 3.2.2 Der Kartengeber hat die Karten gründlich zu mischen,
sie vom
rechten Nachbarn einmal abheben zu lassen, den dabei liegen
gebliebenen Teil auf den abgehobenen zu legen und danach die Karten
von oben zu verteilen.
Skat Spielregeln 3.2.3 Werden vom Kartengeber die Karten beim Mischen
gestochen oder
geblättert, so ist vor dem Abheben noch einmal durchzumischen.
Skat Spielregeln 3.2.4 Abheben ist Pflicht! Es hat so zu erfolgen, dass
mindestens vier
Karten liegen bleiben oder abgehoben werden.
Skat Spielregeln 3.2.5 Ist bei mehr als drei Mitspielern der Abheber vorübergehend
abwesend, darf der rechts neben ihm sitzende Mitspieler abheben -
vorausgesetzt, der eigentliche Abheber hat sich das nicht ausdrücklich
vorbehalten. Bei längerer Abwesenheit eines Mitspielers entscheidet
ein Schiedsrichter über die Fortsetzung von Spielen.
Skat Spielregeln 3.2.6 Es müssen, beim linken Nachbarn beginnend, jedem
Mitspieler
zunächst drei Karten, dann vier und zuletzt wieder drei Karten gegeben
werden. Nach der ersten Gebefolge sind zwei Karten gesondert als Skat
zu legen.
Skat Spielregeln 3.2.7 Bei vier Mitspielern erhält der Kartengeber selbst
keine Karten;
er sitzt. Bei mehr als vier Mitspielern spielen seine beiden linken
Nachbarn und der rechte.
Skat Spielregeln 3.2.8 Wird beim Geben durch den Kartengeber allein- oder
mitverschuldet eine oder mehrere Karte(n) aufgeworfen, muss neu
gegeben werden.
Skat Spielregeln 3.2.9 Wurden die Karten vergeben, indem sie zahlenmäßig
ungleich
verteilt sind, ist nur dann noch einmal zu geben, wenn die
Beanstandung vor Beendigung des Reizens erfolgte oder wenn beide
Parteien eine fehlerhafte Kartenzahl haben (siehe 4.5.6).
Skat Spielregeln 3.2.10 Einsprüche gegen jegliche Unkorrektheiten beim
Mischen, Abheben
sowie der Art und Weise der Kartenverteilung müssen vor der
Kartenaufnahme geltend gemacht werden.
Skat Spielregeln 3.2.11 Hatte ein Mitspieler gegeben, der nicht an der
Reihe war, ist
selbst ein beendetes Spiel - auch das letzte einer Runde - ungültig.
Eine Runde gilt dann als abgeschlossen, wenn deren letztes Spiel
ordnungsgemäß eingetragen oder dessen fehlerhafte bzw. fehlende
Eintragung erst nach Beginn des ersten Spiels der nächsten Runde
(siehe 4.1.1) beanstandet wurde. Bei einer fehlerhaften Eintragung
des letzten Spiels einer Serie ist die letzte Runde abgeschlossen,
wenn die Spielliste unterzeichnet wurde.
Skat Spielregeln 3.2.12 Bei einer falschen Geberfolge innerhalb der laufenden
Runde
sind alle Spiele vom Fehler an zu wiederholen.
Skat Spielregeln 3.2.13 Ist eine falsche Geberfolge bereits in vorangegangenen
Runden
eingetreten oder ihr Ursprung nicht mehr festzustellen, bleiben alle
abgeschlossenen Runden gültig. Die laufende Runde ist neu zu spielen,
angefangen mit dem Geben durch den Mitspieler auf Platz 1.
Skat Spielregeln 3.2.14 Ein Spieler, der während oder nach ordnungsgemäßem
Geben den
Skat ansieht oder aufwirft, darf nicht am Reizen teilnehmen.
Skat Spielregeln 3.2.15 Wer während oder nach dem Geben den Skat mit aufgenommen
hat,
ist ebenfalls vom Reizen auszuschließen. In diesem Fall muss der
Schuldige seine 12 Handkarten mischen und der Kartengeber daraus zwei
Karten als Skat verdeckt ziehen.
Skat Spielregeln 3.2.16 Nach ordnungsgemäßem Geben muss ein gültiges Spiel
zustande
kommen. Auch ein eingepasstes Spiel ist ein gültiges Spiel (siehe
3.3.7).
Skat Spielregeln 3.3 Reizen
Skat Spielregeln 3.3.1 Nach dem Geben ist durch das Reizen - Bieten und
Halten von
Spielwerten (siehe 5.1 bis 5.3 mit Berechnungsschema) der
Alleinspieler zu ermitteln. Entsprechend dem niedrigsten Spielwert für
Karo mit oder ohne 1 Spitze, einfach gewonnen, beträgt das
Mindestreizgebot 18.
Skat Spielregeln 3.3.2 Der Spieler, der zuerst Karten erhalten hat (Vorhand),
fordert
seinen linken Nachbarn (Mittelhand) zum Reizen auf. Mittelhand und
auch Hinterhand sind dabei an die gültigen Reizwerte, aber nicht an
deren zahlenmäßige Reihenfolge gebunden.
Skat Spielregeln 3.3.3 Hat Vorhand kein Spiel mit dem gebotenen oder einem
höheren
Reizwert, muss sie passen. Daraufhin reizt der dritte Spieler
(Hinterhand) Mittelhand in gleicher Weise weiter oder passt.
Skat Spielregeln 3.3.4 Wenn Mittelhand kein Spiel machen will oder ihr
höchstes
Reizgebot von Vorhand gehalten wird, muss sie passen. Dann reizt
Hinterhand (weiter) oder passt.
Skat Spielregeln 3.3.5 Alleinspieler wird stets derjenige, der den höchsten
Reizwert
geboten oder gehalten hat.
Skat Spielregeln 3.3.6 Bieten Mittelhand und danach auch Hinterhand nichts,
darf
Vorhand den Skat ohne Erklärung aufnehmen (oder ein Handspiel
ansagen). Sie verpflichtet sich damit zur Durchführung eines Spieles.
Hat Vorhand hingegen keine 18, muss sie vor dem Passen immer erst ein
Reizgebot von Mittelhand oder, wenn diese sofort passt, von Hinterhand
abwarten.
Skat Spielregeln 3.3.7 Zeigt niemand Spielinteresse, wird eingepasst.
Daraufhin gibt
der Nächste zum neuen Spiel. Niemals darf ein Mitspieler nach
korrekter Kartenverteilung zweimal hintereinander geben (siehe SkWO
9.4).
Skat Spielregeln 3.3.8 Die Erklärung des Passens sowie das Bieten und
Halten eines
Reizwertes sind unwiderruflich (siehe aber 3.3.9).
Skat Spielregeln 3.3.9 Hat ein Spieler vor Beendigung des Reizens den
Skat angesehen
oder aufgenommen oder die Karten eines Mitspielers unberechtigt
eingesehen, ist er vom weiteren Reizen auszuschließen. Außerdem sind
die anderen Spieler nicht mehr an ihr Reizgebot gebunden. Sie können
einpassen oder neu reizen. Das gilt auch, wenn der Kartengeber oder
ein anderer Mitspieler den Skat vor Beendigung des Reizens angesehen
hat. Spieler, die vor Abgabe eines Reizgebotes gepasst haben, dürfen
nicht am neuen Reizvorgang teilnehmen (siehe auch 3.3.10).
Skat Spielregeln 3.3.10 Will jemand ein Spiel machen, obwohl der Skat
von einem Spieler
vor Beendigung des Reizens aufgenommen wurde, hat der Kartengeber aus
den 12 Karten, die vom Schuldigen zu mischen sind, zwei Karten als
Skat verdeckt zu ziehen. Der ursprünglich gelegene Skat ist nur dann
auszuhändigen, wenn er von allen Spielern eindeutig ausgemacht werden
kann. Wird dieser Regelverstoß vor Beendigung des Reizens begangen,
aber erst nach Beendigung des Reizens festgestellt, muss der
Alleinspieler vor Skataufnahme entscheiden, ob er spielen oder
einpassen will.
Skat Spielregeln 3.4 Spielansage
Skat Spielregeln 3.4.1 Der Alleinspieler ist in jedem Fall zu einer gültigen
Spielansage verpflichtet (siehe 3.4.4 und 3.4.7). Sie muss
vollständig sein, d.h. auch ein Hand- oder Ouvertspiel muss angesagt
werden, wenn es als Berechnungsstufe gewertet werden soll. Eine
Spielansage ist unwiderruflich.
Skat Spielregeln 3.4.2 Es steht dem Alleinspieler frei, ob er ein Spiel
entsprechend
dem Reizgebot oder von höherem Wert ansagt.
Skat Spielregeln 3.4.3 Kann der Alleinspieler nach Skataufnahme in seinem
beabsichtigten Spiel mit der für ihn höchstmöglichen Gewinnstufe den
Reizwert nicht mehr erreichen (weil er einen Spitzentrumpf gefunden
hat), darf er ein Spiel ansagen, das dem gebotenen Reizwert entspricht
und aufgeben (siehe 5.4.1).
Beispiele:
Pik ohne vier Spitzen bis 50 gereizt; Kreuz-Bube im Skat; mögliche
Spielansage: Herz.
Farbspiel ohne Spitzen bis 59 gereizt; Pik-Bube im Skat; mögliche
Spielansage: Kreuz oder Herz.
Skat Spielregeln 3.4.4 Eine Spielansage ist ungültig, wenn sie in einem
für alle
Mitspieler erkennbaren Widerspruch zu grundlegenden Spielbedingungen
steht. Darunter fallen die Ansage eines Handspiels, von offenen
Farbspielen, Grand ouvert und Gewinnstufen jeweils nach Skataufnahme.
Umdrücken des Skats und Umbenennen eines Spiels sind nicht statthaft.
Die Ansage eines nicht mehr durchführbaren Nullspiels endet mit dem
Verlust eines Farb- oder Grandspiels unter Berücksichtigung der
letzten Reizhöhe und der Anzahl der vorhandenen oder fehlenden
Spitzen.
Skat Spielregeln 3.4.5 Eine ungültige Spielansage - nicht strafbar - ist
sofort zu
korrigieren. Dabei muss das angesagte Spiel innerhalb derselben
Spielgattung/Farbe erhalten bleiben.
Skat Spielregeln 3.4.6 Eine Spielansage mit mehr oder weniger als zehn
Handkarten
bedeutet, sofern ordnungsgemäß gegeben wurde, Spielverlust in der
Stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz). Eine vor der Spielansage
ausgespielte Karte gilt noch als Handkarte ebenso wie die bei
»Ouvertspielen« aufgelegten Karten.
Skat Spielregeln 3.4.7 Eine gültige Spielansage ist unabänderlich.
Skat Spielregeln 3.4.8 Nach einer gültigen Spielansage darf der Skat nicht
verändert
und der abgelegte Skat nicht mehr angesehen werden. Zuwiderhandlungen
führen zum Spielverlust in der Spielstufe einfach (nicht Schneider
oder Schwarz).
Skat Spielregeln 3.5 Parteistellung
Skat Spielregeln 3.5.1 Die drei Spieler bilden zwei Parteien: Alleinspieler
und
Gegenspieler, die mit den anderen Mitspielern seine Gegenpartei sind.
Skat Spielregeln 3.5.2 Jeder einzelne der Gegenpartei ist gleichermaßen
am Erfolg wie
Misserfolg der Gegenspieler beteiligt. Es haften demnach auch alle
gemeinsam für die Folge von Regelverstößen im Gegenspiel oder
Spielaufgabe.
Skat Spielregeln 3.5.3 Der Alleinspieler erhält für ein gewonnenes Spiel
von jedem der
Gegenpartei den vollen Betrag. Umgekehrt muss er ihn bei Spielverlust
an jeden von ihr bezahlen (siehe 5.3.4).
Skat Spielregeln 3.5.4 Ein Mitspieler, der nicht am laufenden Spiel beteiligt
ist, darf
nur bei einem Spieler in die Karten sehen. Ein Recht auf
Karteneinsicht besteht nicht.
Skat Spielregeln 4 Spieldurchführung
Skat Spielregeln 4.1 Ausspielen
Skat Spielregeln 4.1.1 Das Spiel beginnt mit der Spielansage. Nach der
Spielansage
spielt Vorhand aus; sie zieht an. Danach spielt immer derjenige aus,
der den vorangegangenen Stich gemacht hat. Spielt der Alleinspieler
unberechtigt vor der Spielansage aus, hat er ein Spiel unter
Berücksichtigung der letzten Reizhöhe und der Anzahl der vorhandenen
oder fehlenden Spitzen verloren.
Skat Spielregeln 4.1.2 Eine (aus)gespielte Karte darf nicht zurückgenommen
werden.
Lediglich bei gefordertem Weiterspiel nach Regelverstoß ist eine
regelgerechte Korrektur erlaubt. Eine Karte gilt dann als
(aus)gespielt, wenn sie komplett auf dem Tisch liegt.
Skat Spielregeln 4.1.3 Unberechtigtes Ausspielen beendet das Spiel. Ist
es bereits
entschieden, gewinnt die betreffende Partei mit den von ihr bis dahin
eingebrachten Augen ( 4.1.4).
Skat Spielregeln 4.1.4 Hat jemand vor der Spielentscheidung unberechtigt
ausgespielt
oder einen anderen Regelverstoß begangen, ist das Spiel für die
schuldige Partei in der Stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz)
verloren.
Skat Spielregeln 4.1.5 Ist der Alleinspieler gezwungen, eine höhere Gewinnstufe
zu
erreichen, muss ihm bei unberechtigtem Ausspielen oder einem anderen
Regelverstoß der Gegenpartei die fällige Gewinnstufe ausnahmsweise
zuerkannt werden, sofern diese noch nicht von den Gegenspielern
erreicht wurde (siehe aber 5.4.3).
Skat Spielregeln 4.1.6 Die schuldige Partei ist zum Weiterspiel verpflichtet,
wenn es
die andere Partei verlangt. Dann zählt der Regelverstoß als nicht
begangen.
Skat Spielregeln 4.1.7 Wird unberechtigtes Ausspielen erst bemerkt, nachdem
der Stich
vollendet ist, muss auf rechtmäßiges Ausspielen erkannt werden (siehe
4.4.1).
Skat Spielregeln 4.1.8 Es ist der Gegenpartei nicht gestattet, einen Gegenspieler
am
unberechtigten Ausspiel oder am Begehen eines anderen Regelverstoßes
zu hindern. Bei Verstößen ergeben sich Kosequenzen aus den
Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 (siehe auch 4.2.9).
Skat Spielregeln 4.1.9 Zwei oder mehr gleichzeitig sichtbar ausgespielte
oder
aufgedeckt heraus gefallene Karten der Gegenspieler oder eine solche
Karte eines Gegenspielers ohne Ausspielberechtigung beenden sofort das
Spiel entsprechend den Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6. Der
Alleinspieler ist berechtigt, versehentlich herausgefallene Karten
ohne spielrechtliche Folgen wieder aufzunehmen. Er darf auch
vorgezogene und sichtbar gewordene Karten zurücknehmen (Vorteil für
die Gegenspieler).
Skat Spielregeln 4.1.10 Unberechtigtes Ausspielen zum letzten Stich ist
unerheblich.
Skat Spielregeln 4.1.11 Jedem Teilnehmer ist es gestattet, Regelverstöße
sofort zu
beanstanden.
Skat Spielregeln 4.2 Bedienen
Skat Spielregeln4.2.1 Nach dem Ausspielen hat zunächst der linke Spieler
eine Karte
zuzugeben. Dabei muss er, wie dann auch der Dritte, stets irgendeine
Karte in der ausgespielten Farbe oder im geforderten Trumpf bedienen,
soweit das möglich ist.
Skat Spielregeln 4.2.2 Wer die ausgespielte Farbe nicht hat, muss entweder
Trumpf
zugeben, d.h. stechen, oder eine Karte einer anderen Farbe spielen.
Wenn Trumpf gefordert wird, aber nicht bedient werden kann, muss eine
beliebige Karte einer anderen Farbe zugegeben werden.
Skat Spielregeln 4.2.3 Hat jemand eine ausgespielte Farbe oder geforderten
Trumpf nicht
bedient, obwohl es möglich war, gilt das als falsches Bedienen. In
diesem Fall ist das Spiel sofort beendet und nach den Bestimmungen
4.1.3 bis 4.1.6 zu entscheiden. Wird Weiterspielen verlangt, ist der
Fehler zu berichtigen.
Skat Spielregeln 4.2.4 Wird falsches Bedienen erst im weiteren Spielverlauf
oder nach
Beendigung des Spiels festgestellt, so muss es rückwirkend vom
Regelverstoß an als beendet angesehen werden. Die Entscheidung regelt
sich gemäß der zutreffenden Bestimmung 4.1.3 bis 4.1.5.
Skat Spielregeln 4.2.5 Das Recht, falsches Bedienen im nachhinein zu reklamieren,
erlischt mit dem Zusammenwerfen der Karten beider Parteien.
Skat Spielregeln 4.2.6 Besitzt ein Spieler trotz ordnungsgemäßer Kartenverteilung
im
Laufe des Spiels zu wenig oder zu viel Karten, weil er fehlerhaft
gedrückt, doppelt bzw. nicht zugegeben oder es in irgendeiner anderen
Form verschuldet hat, ist das Spiel für die Partei mit der richtigen
Kartenanzahl mindestens in der Stufe einfach gewonnen. Eine höhere
Gewinnstufe erfordert den Nachweis, dass sie bei regelgerechtem Spiel
sicher erreicht worden wäre.
Skat Spielregeln 4.2.7 Spielbeeinflussendes Vorwerfen und herausforderndes
(demonstratives) Vorziehen einer Karte sind nicht gestattet. Die
Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 gelten entsprechend.
Skat Spielregeln 4.2.8 Wird der Skat während des Spiels von einem Mitspieler
angesehen
oder aufgedeckt, ist das Spiel sofort beendet. Für den Spielausgang
sind die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 anzuwenden.
Skat Spielregeln 4.2.9 Alle Mitspieler haben sich jeglicher Äußerungen
und Gesten zu
enthalten, die geeignet sind, die Karten zu verraten oder den
Spielverlauf zu beeinträchtigen. Bei Verstößen ergeben sich
Konsequenzen aus den Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6.
Skat Spielregeln 4.3 Spielabkürzung
Skat Spielregeln 4.3.1 Im Allgemeinen ist jedes Spiel zu Ende zu spielen.
Der
Alleinspieler darf sein angesagtes Spiel aufgeben, solange er noch
mindestens neun Handkarten führt. Es muss mindestens dem gebotenen
Reizwert und der Zahl der vorhandenen oder fehlenden Spitzen
entsprechen.
Skat Spielregeln 4.3.2 Mit weniger als neun Handkarten kann die Aufgabe
des Spiels nur
mit Zustimmung mindestens eines Gegenspielers erfolgen (gemeinsame
Haftung).
Skat Spielregeln 4.3.3 Alle Spiele sind beendet, sobald einer der Gegenpartei
das Spiel
aufgibt; die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 gelten entsprechend
(gemeinsame Haftung).
Skat Spielregeln 4.3.4 Durch das Auflegen oder Vorzeigen seiner Karten
während eines
Farb- oder Grandspiels ohne Abgabe einer zutreffenden Erklärung zeigt
der Alleinspieler an, dass er alle weiteren Stiche macht. Trifft das
nicht zu, ist das Spiel beendet. Die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6
gelten entsprechend. Bei Nullspielen zeigt er auf dieselbe Weise an,
keinen Stich zu erhalten.
Skat Spielregeln 4.3.5 Ein Gegenspieler darf bei einem Farb- und Grandspiel
nur dann
offen spielen, wenn er unabhängig von Kartenstand und Spielführung
alle weiteren Stiche macht. Andernfalls gehören sie dem Alleinspieler.
Die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 gelten entsprechend.
Skat Spielregeln 4.3.6 Offenes Hinwerfen der Karten beendet das Spiel
für die
betreffende Partei mit den von ihr bis dahin eingebrachten Augen
(siehe aber 4.3.1).
Skat Spielregeln 4.4 Stiche
Skat Spielregeln 4.4.1 Ein Stich besteht aus je einer Karte von Vorhand,
Mittelhand und
Hinterhand. Er ist vollendet, sobald die dritte Karte auf dem Tisch
liegt.
Skat Spielregeln 4.4.2 Der Stich gehört demjenigen, der unter Beachtung
der Regeln
zu einer ausgespielten und durchweg bedienten Farbe die ranghöchste
Karte hat,
eine Farbe ausspielt, die weder bedient nocht gestochen wird,
eine ausgespielte Farbe als einziger sticht,
einen Trumpf auf eine ausgespielte Farbe mit einem höheren Trumpf
übersticht,
bei gefordertem Trumpf den höchsten spielt,
Trumpf fordert und darauf nur Farbkarten erhält.
Dem Besitzer eines Stiches ist es erlaubt, vor dem Einziehen seines
Stiches zum nächsten Stich auszuspielen.
Skat Spielregeln 4.4.3 Die Stiche sind so einzuziehen, dass jeder Spieler
auch die
zuletzt zugegebene Karte deutlich erkennen kann. Auf Verlangen eines
Spielers, der noch keine Karte ausgespielt oder zugegeben hat, muss
der letzte Stich noch einmal gezeigt werden.
Skat Spielregeln 4.4.4 Jeder Stich ist einzuziehen, folgerichtig aufeinander
zu legen
und bis Spielende verdeckt nachprüfbar zu belassen. Bei
Zuwiderhandlungen gelten die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 (siehe aber
4.4.5).
Skat Spielregeln 4.4.5 Zieht der Alleinspieler einen oder mehrere Stiche
hintereinander
nicht ein, so zeigt er damit an, dass er alle weiteren Stiche macht.
Anderenfalls gilt das Spiel rückwirkend vom letzten ordnungsgemäß
eingezogenen Stich als beendet. Die Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6
gelten entsprechend. Für die Gegenspieler gilt ausschließlich 4.4.4.
Skat Spielregeln 4.4.6 Das Nachsehen (verdeckt), Nachzählen oder Aufdecken
der
abgelegten Stiche bzw. Augen durch einen Mitspieler beendet das Spiel
entsprechend den Bestimmungen 4.1.3 bis 4.1.6 (siehe aber 4.4.3).
Skat Spielregeln 4.5 Allgemeine Grundregeln
Skat Spielregeln 4.5.1 Als oberstes Spielgebot gilt, die einzelnen Punkte
der
Skatordnung auch zur weiteren Förderung des Einheitsskats zu beachten
und einzuhalten.
Skat Spielregeln 4.5.2 Alle Teilnehmer haben sich in jeder Situation fair,
sachlich und
sportlich zu verhalten und kein fadenscheiniges Recht zu suchen.
Skat Spielregeln 4.5.3 Die Karten sind so zu geben, dass ihre Innenseiten
keinem
Spieler sichtbar werden. Die Kartenaufnahme sollte (zur Vermeidung
unnötiger Reklamationen) erst nach der vollständigen und
ordnungsgemäßen Verteilung aller Karten erfolgen (siehe 3.2.10).
Skat Spielregeln 4.5.4 Der Skat darf nur von dem dazu Berechtigten angesehen
werden
(siehe 2.2.1, 3.3.9, 3.4.8 und 4.2.8).
Skat Spielregeln 4.5.5 Jeder Spieler hat seine Karten so aufzunehmen und
zu halten,
dass ein anderer Spieler sie nicht einsehen kann. Es ist auch nicht
gestattet, in die Karten anderer Spieler hineinzusehen oder sich deren
Karten verraten zu lassen.
Skat Spielregeln 4.5.6 Jeder Spieler muss nach beendetem Geben die Zahl
der empfangenen
Karten prüfen und eine zahlenmäßig unrichtige Kartenverteilung vor
Beendigung des Reizens melden (siehe 3.2.9).
Skat Spielregeln 4.5.7 Jede Partei hat ihre Stiche selbst einzuziehen.
Skat Spielregeln 4.5.8 Lautes Zählen der Trümpfe oder Augen ist keinem
Mitspieler
erlaubt (siehe 4.2.9).
Skat Spielregeln 4.5.9 Mit dem Spielen darf erst nach Beendigung einer
Runde aufgehört
werden. Ein Mitspieler muss eine solche Absicht stets vor Beginn der
Runde bekannt geben.
Skat Spielregeln 4.5.10 Verstöße gegen die Internationale Skatordnung
und
Skatwettspielordnung sind von jedem Teilnehmer sofort zu beanstanden.
Bei den sich daraus ergebenden Streitfällen entscheidet einer der
eingesetzten Schiedsrichter. Einsprüche gegen seine Entscheidung sind
bis zum Beginn der nächsten Serie möglich. Nach der letzten Serie der
Veranstaltung ist ein Einspruch bis 15 Minuten nach Ende der
Veranstaltung (Zeitlimit) einzulegen und vom Schiedsgericht vor
Bekanntgabe des Ergebnisses zu behandeln (siehe aber auch SkWO 7.3.3).
Skat Spielregeln Spielbewertung
Skat Spielregeln 5.1 Grundwerte
Skat Spielregeln 5.1.1 Jedes Farb- und Grandspiel hat einen unveränderbaren
Grundwert.
Er beträgt für Karo 9, Herz 10, Pik 11, Kreuz 12, Grand und Grand
ouvert 24 (siehe 5.2.6)..
Skat Spielregeln 5.1.2 Jedem Nullspiel liegt ein beständiger Spielwert
zugrunde: Null
23, Null Hand 35, Null ouvert 46 und Null ouvert Hand 59.
Skat Spielregeln 5.2 Gewinnstufen und Gewinnmöglichkeit
Skat Spielregeln 5.2.1 Bei den Farbspielen und Grandspielen unterscheidet
man
nachstehende Gewinnstufen:
+------------+--------------------+-----------------------------------------------+
| Stufenzahl | Klasse I | Spiele mit Skataufnahme |
+------------+--------------------+-----------------------------------------------+
| 1 | Spiel einfach | gewonnen oder verloren |
| 2 | Schneider | gewonnen oder verloren |
| 3 | Schwarz | gewonnen oder verloren |
+------------+--------------------+-----------------------------------------------+
| Stufenzahl | Klasse II | Spiele ohne Skataufnahme -Handspiele- |
| | | (Sie haben gegenüber Spielen mit Skataufnahme |
| | | die Gewinnstufe >Hand< voraus) |
+------------+--------------------+-----------------------------------------------+
| 2 | Spiel einfach | gewonnen oder verloren |
| 3 | Schneider | gewonnen oder verloren |
| 4 | Schneider angesagt | gewonnen oder verloren |
| 5 | Schwarz | gewonnen oder verloren |
| 6 | Schwarz angesagt | gewonnen oder verloren |
| 7 | Offen | gewonnen oder verloren |
+------------+--------------------+-----------------------------------------------+
Skat Spielregeln 5.2.2 Einfach gewonnen hat der Alleinspieler sein Spiel
mit dem 61.
Auge einschließlich der beiden Karten im Skat.
Skat Spielregeln 5.2.3 Schneider ist die Partei, die 30 oder weniger Augen
erreicht
hat.
Skat Spielregeln 5.2.4 Schwarz ist die Partei, die keinen Stich erhalten
hat. Bei einem
einzigen Stich ohne Augen ist sie Schneider.
Skat Spielregeln 5.2.5 Schneider angesagt und Schwarz angesagt wird nur
dann berechnet,
wenn der Alleinspieler bei einem Handspiel die betreffende Gewinnstufe
tatsächlich angesagt hat. Erreicht er sie nicht, hat er das Spiel
mindestens in der angesagten Gewinnstufe verloren. Gewinnt er in einer
höheren Gewinnstufe als der angesagten, zählt die höhere. Verliert der
Alleinspieler in der angesagten Gewinnstufe, wird ihm diese nicht
doppelt berechnet werden (den so genannten Eigenschneider gibt es
nicht).
Skat Spielregeln 5.2.6 Offen als Gewinnstufe kommt bei offenen Farb- und
Grandspielen
in Betracht. Der Alleinspieler darf hier keinen Stich abgeben. Diese
Spiele gelten von vornherein als Schwarz angesagt. Ein Kreuz ouvert
als mit zweien zählt demnach 9 x 12 = 108 Punkte; ein Grand ouvert mit
vieren zählt 11 x 24 = 264 Punkte.
Skat Spielregeln 5.2.7 Ein Nullspiel ist für den Alleinspieler gewonnen,
wenn er keinen
Stich macht.
Skat Spielregeln 5.2.8 Im Zweifelsfall muss der Alleinspieler das Erreichen
der
Gewinnstufe Schneider und Schwarz, die Gegenpartei dem Alleinspieler
den Spielverlust nachweisen.
Skat Spielregeln 5.3 Spielwerte
Skat Spielregeln 5.3.1 Die Spielwerte der Einzelspiele werden in Wertpunkten
(Punkten)
ausgedrückt. Sie richten sich außer bei den Nullspielen mit ihren
beständigen Spielwerten nach Klasse, Gattung und Grundwert des Spiels,
ferner nach Gewinnstufen und Anzahl der beim Alleinspieler vorhandenen
oder fehlenden Spitzen.
Skat Spielregeln5.3.2 Spitzen und Gewinnstufen werden addiert und ergeben
die Summe
der Fälle. In den beiden Spielklassen gibt es dafür folgende
Möglichkeiten:
+---------------------------+----------------------+
| Klasse I mit Skataufnahme | Klasse II Handspiele |
+-------------------+---------------------------+----------------------+
| Spitzen | 1 - 11 | 1 - 11 |
| + Gewinnstufen | 1 - 3 | 2 - 7 |
+-------------------+---------------------------+----------------------+
| = Summe der Fälle | 2 - 14 | 3 - 18 |
+-------------------+---------------------------+----------------------+
Die jeweilige Summe der Fälle wird dann mit dem zutreffenden Grundwert
des angesagten Spieles multipliziert und ergibt so den konkreten
Spielwert.
Skat Spielregeln 5.3.3 Farb- und Grandspiele mit Spitzen haben bei gleicher
Gewinnstufe
denselben Wert wie Spiele ohne die gleiche Spitzenzahl.
Skat Spielregeln 5.3.4 Jedes verlorene Spiel muss mit doppelter Punktzahl
in die
Spielliste eingetragen bzw. zum doppelten Wert bezahlt werden.
5Skat Spielregeln .4 Überreiztes Spiel
Skat Spielregeln 5.4.1 Bei einem überreizten Spiel mit Skataufnahme muss
das Vielfache
des Grundwertes des angesagten Spiels berechnet werden, damit der
Reizwert mindestens erreicht wird. In die Spielliste ist neben dem
Grundwert und den Spitzen "überreizt" einzutragen, wenn ein Spielwert
nicht möglich ist.
Beispiele:
Reizwert 50 - Kreuz-Bube im Skat.
Spielansage: Herz.
Eintragung:
Herz mit 1 "überreizt" = -100 Punkte.
Reizwert 59 - Pik-Bube im Skat.
Spielansage: Kreuz oder Herz.
Eintragung:
Kreuz oder Herz ohne 1 "überreizt" = -120 Punkte.
Skat Spielregeln 5.4.2 Erreicht ein Handspiel den gebotenen oder gehaltenen
Reizwert
nicht, weil ein Spitzentrumpf im Skat lag, hat sich der Alleinspieler
überreizt und somit das Spiel auch dann verloren, wenn von ihm mehr
als 60 Augen eingebracht worden sind. Es ist das Vielfache des
Grundwertes des angesagten Spiels zu berechnen, dass der Reizwert
mindestens eingestellt wird.
Beispiel:
Herz-Handspiel ohne drei Spitzen nach einem Reizgebot von 36 -
Kreuz-Bube im Skat.
Das an sich gewonnene Spiel ist nicht mit 36, sondern mit 4 mal 10
verloren = 80 Minuspunkten zu berechnen, so als ob bis 40 gereizt
worden wäre.
Skat Spielregeln 5.4.3 Ein überreiztes Spiel, bei dem das Erreichen einer
erforderlichen höheren Gewinnstufe für den Alleinspieler vor dem
ersten Stich auch theoretisch ausgeschlossen ist -zum Beispiel Schwarz
im Handspiel ohne 1 Spitze-, kann nicht durch Regelverstoß der
Gegenpartei gewonnen werden.
Skat Spielregeln 5.5 Spielliste
Skat Spielregeln 5.5.1 Jedes Spiel ist unmittelbar nach seiner Beendigung
als Gewinn
oder Verlust für den Alleinspieler in die Spielliste einzutragen.
Dabei sind die Spielwerte stets zum jeweiligen Stand zu addieren oder
davon zu subtrahieren. Die fortlaufende Aufrechnung ermöglicht, dass
jederzeit der aktuelle Stand des Leistungsvergleichs untereinander
abzulesen ist.
Skat Spielregeln5.5.2 Bei Skatturnieren muss das Einzelspiel auch unter
Angabe des
Grundwertes, der Spitzen und Gewinnstufen, bzw. des beständigen
Spielwertes für Nullspiele in die Spielliste eingetragen werden.
Skat Spielregeln 5.5.3 Die Korrektur fehlerhafter Eintragungen darf nur
im
Einverständnis der beteiligten Mitspieler bis zum Ende der laufenden
Serie vorgenommen werden. Andernfalls gilt SkWO 7.2.5.
Skat Spielregeln 5.5.4 Der Einsatz ist vorher zu vereinbaren. Er beträgt
0 bis maximal
1 Cent je Wertungspunkt. Bruchteile werden nach oben aufgerundet. Bei
Bargeldskat wird der Betrag für ein verlorenes Spiel erst nach dem
Aufrunden verdoppelt (siehe SkWO 9.2).
Skat Spielregeln 5.5.5 Nach Beendigung der letzten Runde sind Gewinn und
Verlust durch
Vergleichsrechnung zu ermitteln. Am besten eignet sich dafür das
Quersummenverfahren. Es ist je nach Ausgangssituation anzuwenden:
Variante 1
Sie ist anzuwenden, wenn in der Endzahlsumme aller Mitspieler die
Pluspunkte überwiegen.
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Mitspieler A B C D
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Endzahlen der Spielliste +195 +33 -12 +85
vierfache Endzahlen (bei 4 Teilnehmern) +784 +132 -48 +340
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Endzahlsumme (Pluspunkte abzüglich Minuswerte -302 -302 -302 +38
--------------------------------------------------------------------
Gewinn bzw. Verlust bei Spieleinsatz 1 Cent +482 -170 -350 +38
--------------------------------------------------------------------
(Die 302 Punkte als Endsumme sind gewissermaßen Schulden, die jeder
Einzelne an die anderen Hat. Sie müssen folglich abgezogen werden.)
Variante 2
Sie ist anzuwenden, wenn in der Endzahlsumme aller Mitspieler die
Minuspunkte überwiegen.
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